• Wie ich zweimal versuchte Mitglied der Partei, Die PARTEI, zu werden – vergeblich.

    Januar 7th, 2011

    Sehr geehrter Herr S.,

    ich wollte ja nie in eine Partei eintreten. Die Gründe hierfür sind mannigfaltig und nachvollziehbar. Das ich es dennoch tat, besser versuchte, – und das gleich zweimal – hat ebenfalls mannigfaltige und nachvollziehbare Gründe. Zum Einen sind in meinem bevorzugten Stammlokal, dem Satirelandgasthof Klabunt zu Frankfurt am Main, Bornheim, mehr oder weniger fast alle Stammgäste und das Servicepersonal Mitglieder der Partei, Die PARTEI, nette Menschen allesamt. Und der Wirt dieses Lokals, der Herr K., ist ja wohl sogar Schatzmeister des Landesverbandes Hessen, dem Sie, verehrter Herr S., vorstehen. Zum Anderen wollte ich mich dann doch auch einmal als mündiger Bürger dieses Landes beweisen und an der politischen Willensbildung des Volkes mitwirken. Nicht zuletzt wollte ich nicht außen vorbleiben, sollte der Herr K. in seinem Lokal möglicherweise eines Tages 10% Rabatt auf Alles für Mitglieder der Partei, Die PARTEI, ausloben. Da wären die € 10,- Mitgliedsbeitrag per Anno gut angelegt, das können Sie mir glauben. Aber da der Herr K. ja ein ziemlicher Knauser ist, kann von solcherlei Vergünstigungen eher nicht ausgegangen werden. Auch konnte ich mich sehr gut in der schneidigen, grau-blau-roten Uniform vorstellen. Kurz, ich habe mich als elender Opportunist erwiesen – aber sind wir das nicht alle irgendwie.

    Kurzum, die genannten Gründe, und wahrscheinlich 2 – 3 Hefeweizen, haben mich dazu bewogen, einen Mitgliedsantrag für die Partei, Die PARTEI, auszufüllen und dem Herrn K., mit der Bitte um Weiterleitung, persönlich in die Hand zu drücken. In den folgenden Tagen und Wochen öffnete ich stets voll freudiger Erwartung den Briefkasten, endlich den begehrten Mitgliedsausweis in den Händen zu halten. Denn, wir wissen es, je kleiner die Mitgliedsnummer, desto kürzer der Weg an die Fleischtöpfe der Macht.

    Nichts geschah.

    Ich durfte dann aber doch, eines Sonntagnachmittags, an dem sog. Landesparteitag der Partei, Die PARTEI, Landesverband Hessen, in genannter Gaststätte, teilnehmen. Ich hatte keinen Mitgliedsausweis, wurde aber kurzerhand, per Deklaration, zum Parteimitglied erklärt und war somit stimmberechtigt. Wenn das der Bundeswahlleiter wüßte.

    Nun gut, dachte ich, kann ja mal passieren, dass so ein kleines Formular verloren geht, war sicher keine Absicht, und füllte einige Wochen später erneut ein Antragsformular auf Mitgliedschaft in der Partei, Die PARTEI, aus.

    Ich weiß es noch wie heute, es war der 1. Nov. 2010. Die Mitglieder der Partei, Die PARTEI, hielten ihren monatlich Stammtisch im Klabunt ab, wie an jeden ersten Montag im Monat. Ich hatte dort für diesen Abend eine Lesung mit dem Autor Andreas Maier organisiert. Wahrscheinlich war ich etwas aufgeregt und versuchte mich abzulenken. Kurz, ich sprach Herrn J.S. an, den „politischen Geschäftsführer“ (was auch immer das ist) der Partei, Die PARTEI, Landesverband Hessen, an und erläuterte, nicht zum ersten Mal, mein Problem. Herr J.S. war vorbereitet und bat mich, doch einfach erneut einen Antrag auszufüllen, das würde dann sicher klappen. Die Zentrale in Berlin sei etwas überarbeitet gewesen in letzter Zeit. Ich könne auch gleich bei ihm die € 10,- Jahresbeitrag bezahlen. Ich tat wie gewünscht, fühlte mich abermals als politisch mündigen Bürger und erfreute mich an dem schönen Abend mit Andreas Maier.

    Es war Die PARTEI selbst, die mich dazu brachte, diesen Brief zu schreiben. Gerade heute hat die Partei, Die PARTEI, Landesverband Hessen, via Twitter und Facebook einen Rundbrief erwähnt, der per Mail an die Mitglieder rausgegangen sei. Man möge sich melden, sollte die Mail nicht eingegangen sein. Das tue ich hiermit.

    Offensichtlich habe ich den strengen Aufnahmekriterien der Partei, Die PARTEI, nicht entsprochen, denn bis heute habe ich keinen Mitgliedsausweis der Partei, Die PARTEI, erhalten. Von einer eventuellen Bescheinigung über eine geleistete Beitragszahlung, die steuerlich absetzbar wäre, mal ganz zu schweigen. Das ist nicht so tragisch, wurde ich doch schon von Damen abgewiesen, deren Zurückweisungen mich bedeutend schwerer getroffen haben, glauben Sie mir.

    Gut, ok, die € 10,-, geschenkt. Sind wahrscheinlich in der schwarzen Kasse gelandet, die haben ja alle. Immerhin ist die Partei, Die PARTEI, die einzige Partei, die das auch zugibt. Schwerwiegender für mich wiegt der Umstand, nicht zu wissen, wie und wo ich denn meinen Austritt aus der Partei, Die PARTEI, Landesverband Hessen, erklären soll, bin ich doch, trotz zweimaligen Versuchs und geleisteter Beitragszahlung, noch immer kein Mitglied der Partei, Die PARTEI – oder doch?

    Wenn ich Sie also, verehrter Herr S., bitten dürfte, mir auf irgendeine Art zu bestätigen, das ich kein Mitglied der Partei, Die PARTEI, Landesverband Hessen, bin, und auch nie war, dann wäre ich Ihnen sehr verbunden. Zumal es ja auch recht widersinnig wäre, einer Partei anzugehören, die man nicht wählen würde. Das gibt`s ja nur in der FDP.

    Die € 10,- verbuchen Sie bitte als Spende.

    Mit freundlichen Grüßen

    Stefan G.

  • Bleigoogeln statt Bleigießen

    Dezember 31st, 2010

    Sie kennen das, zum Jahresende wächst das Bedürfnis zu erfahren, was das kommende Jahr alles so bringen wird. Orakel sind gefragt und das beliebteste Orakel ist das berühmte Bleigießen. Wir brauchen das hier nicht näher erläutern, jeder kennt es.

    Aber mal ehrlich, so ganz unter uns, Bleigießen ist von vorgestern, ist Silvester 0.0 oder auch Orakel 0.0. Zeitgemäß ist im 21. Jahrhundert das sogenannte „Bleigoogeln“. Es ist ganz einfach und Sie sparen außerdem gefühlte € 3,29. Sie brauchen dazu nichts anderes als einen Computer mit Internetzugang. Es geht ungefähr so:

    Gehen Sie ins Internet und suchen sich ein Würfelspiel, z. B. dieses hier:

    Wählen Sie einen Begriff, zum Beispiel „Blei“. Geben Sie diesen Begriff in das Eingabefeld bei Google ein. Anschließend würfeln Sie, am besten mit 3 Würfeln. Die kleineren Zahlen, in diesem Fall die 1 und die 3, ergeben die Seitenzahl, in der wir unser Orakel finden, also die Seite 13. Die höchste Zahl, in diesem Fall die 5, ergibt den 5. Link von oben, der auf der Seite 13 der Google-Suche unser Orakel ist. Selbstverständlich können Sie auch nur mit zwei oder auch mit vier Würfeln spielen. Das bleibt ganz Ihnen überlassen. Bei unserem Beispiel mit drei Würfeln landen wir also auf der Seite 13 der Google-Suche bei dem 5. Link von oben und finden uns auf der Website von David M. Blei.

    Das Orakel ist in diesem Fall sehr einfach zu entschlüsseln; entweder Sie sind David M. Blei, oder Sie studieren im nächsten Jahr bei David M. Blei auf der Princeton University, oder Sie lernen vielleicht einfach auch nur Englisch.
    Sie können selbstverständlich auch aus jedem x-beliebigen Buch einen anderen Begriff wählen, indem Sie mit geschlossenen Augen irgendein Buch aufschlagen und auf der jeweiligen Seite mit dem Finger irgendwohin deuten. Das so gefundene Wort ist dann Ihr Suchbegriff. Sollte gerade kein Buch zur Hand sein, können Sie auch die Bild-Zeitung nehmen, die da hinten neben dem Sofa auf dem Fußboden liegt. Oder sie nehmen den Aldiprospekt, der heute im Briefkasten lag oder einfach auch nur irgend eine Website, zum Beispiel die von David M. Blei.
    Sie sehen, es gibt ungeahnte Möglichkeiten. Und jetzt wünschen wir viel Spaß beim Bleigoogeln und alles Gute für das neue Jahr.

  • Hepprum

    November 16th, 2010

    Gestern hab ich nachgesehen, wo Heppenheim liegt. Seit einiger Zeit liest man ja öfter von diesem Ort, aber ich wußte nicht so genau, wo er zu finden ist. Irgend jemand hatte bei Facebook oder Twitter geschrieben, dort gäbe es einen vortrefflichen Apfelwein. Mag sein, auch im Odenwald versteht man sich auf das Keltern. Zwischen Darmstadt und Heidelberg, an der Bergstraße, am Rande des Odenwaldes, liegt dieser Ort. Schöne Gegend. Zwei bemerkenswerte Sätze sind mir ins Auge gefallen: 1. „Im heimischen südhessischen Dialekt wird die Stadt auch Hepprum genannt.“ Hepprum ist schön, sehr schön. Ein Hoch auf unsere Dialekte. Nun würde mich interessieren, wie der gemeine Hepprumer seinen Energydrink nennt, der dort, neben dem Apfelwein, sicherlich in rauhen Mengen fließt. Bei der Neigung des Heppenheimers, mit seinem verfügbarem Wortschatz durch Verkürzung recht sparsam umzugehen, könnte so etwas wie „Brull“ rauskommen. „Geb mer noch n Brull“, so könnte es in diesen Tagen an den örtlichen Trinkhallen öfter zu vernehmen sein. Den Flachmann mit Wodka hat sich der Hepprumer von daheim mitgebracht. „Pur kammer des Zeuch ja net saufe“, da werden sich die Hepprumer einig sein. Es ist anzunehmen, das die Hepprumer sich gerne im örtlichen Bahnhof versammeln um Brull zu trinken. Und das mit gutem Grund, denn, 2. „Der Heppenheimer Bahnhof ist mit zwei InterCity-Verbindungen an das Fernverkehrsnetz der Deutschen Bahn angeschlossen und neben Dieburg Südhessens modernster Kleinstadtbahnhof.“ Man kommt also schon irgendwie von Heppenheim nach Salzburg, wenn`s denn sein muß.
    Ich könnte jetzt auch nachschauen, wo Dieburg liegt, denn moderne Bahnhöfe interessieren mich. Aber seit Stuttgart hat man ja eine Ahnung von dem, was unter modernen Bahnhöfen zu verstehen ist, Kellerräume in Käsereibenoptik.
    Sehr modern gings am Wochenende auch in einem Golfstaat zu. Dort fuhren einige Männer mit schnellen Autos im Kreis herum. Einer davon stammte sogar aus Hepprum. Möglich, dass den Scheichs Wörter wie Hepprum sogar vertraut vorkommen. Die Strecke dort am Golf sah, obwohl oberirdisch, sehr modern aus und war direkt ans Wasser gebaut. Dort ankerten unzählige Luxusjachten, deren Eigner freien Blick hatten auf die Männer in den schnellen Autos. Vielleicht gab`s ja nach Ende des Rennens Frei-Brull für alle.
    Ich bin auch Zug gefahren am Wochenende. Nach Mittelhessen, in einen Ort namens Odenhausen, mit dem Regionalexpress. Meine Familie lebt dort, es hat sich so ergeben. Die Bahnstrecke, die den Ort einst mit der Welt verband, ist schon seit vielen Jahren stillgelegt und der ehemalige Bahnhof dient mittlerweile einer zugezogenen Familie als Domizil. Sehr hübsch, mit Garten aussenrum, von mannshohen Hecken umgeben und nicht mehr an einer Bahnstrecke gelegen sondern an einem Radweg. Dort brettern jetzt an sonnigen Wochenenden hunderte Radler in bunten Klamotten durch den Ort. Es gibt keinen Grund, in Odenhausen anzuhalten, denn ausser einer Kirche hat der Ort nichts zu bieten, keine Kneipe, keinen Laden, nichts. Das soll sich im nächsten Jahr ändern, so ist zu hören. Dann kann der erschöpfte Radler seine Brullvorräte auch in Odenhausen auffüllen. Der Bach, der den Ort teilt, wird allerdings niemals als Liegeplatz für Luxusjachten geeignet sein.
    Immer wenn ich nach Odenhausen fahre, bin ich auf Hilfe angewiesen. Man muß mich abholen, am Gießener Hauptbahnhof. Dieser ist mittlerweile, seit die Unterführung fertigestellt ist, auch ein moderner Bahnhof, wenn auch nicht unterirdisch. Ob der Gießener Bahnhof allerdings mit denen von Heppenheim oder Dieburg mithalten kann, bedürfte einer näheren Überprüfung.
    Natürlich muß mich auch immer jemand von Odenhausen zum Gießener Bahnhof bringen, wenn ich wieder zurück fahren will. Mein Bruder erledigt das jedesmal klaglos. Aber an diesem Sonntag fuhr mich meine Schwägerin. Mein Bruder mußte dem Hepprumer in seinem schnellen Auto zuschauen.

  • Von der Schwierigkeit, über einen Pelzhändler und Kürschnermeister im Frankfurter Bahnhofsviertel zu schreiben.

    Oktober 26th, 2010

    Für ein Buch über das Frankfurter Bahnhofsviertel, das in diesem Herbst im B3 Verlag erscheinen soll, wollte ich einen Beitrag zu einem Thema verfassen, das mir spannend erschien, die Rauchwaren- oder Pelzbranche.
    Das Frankfurter Bahnhofsviertel war vor noch nicht allzu langer Zeit das Zentrum des internationalen Pelzhandels. Das Gewerbe war ein wichtiger Wirtschaftszweig und bedeutender Steuerzahler für die Stadt. Da ich einen dieser Pelzleute kenne, dachte ich an ein Portrait dieses Mannes, nennen wir ihn Schneider, der die Branche und ihre Geschichte kennt, wie nur wenige andere. Ich rief ihn an und ihm gefiel meine Idee. Einige Tage später holte ich Schneider in der Niddastraße ab und wir gingen in eine Pizzeria. Ich war kaum vorbereitet, hatte mir 2 – 3 Fragen notiert. Ansonsten wollte ich ihn reden lassen und Zwischenfragen stellen, die sich aus unserem Gespräch ergaben. Die Pelzbranche war mir ziemlich egal, und ich hatte auch nicht viel Ahnung von diesem Geschäft. Von Kampagnen seitens der Tierschutzbewegung gegen die Branche hatte ich gehört und wußte auch, daß die Pelzindustrie infolge dessen unter einem massiven Imageproblem litt.
    Schneider und ich saßen ungefähr zwei Stunden zusammen und er erzählte sehr interessante Dinge aus seiner Welt. Ich machte mir jede Menge Notizen und ahnte, dass ich noch viel Recherchearbeit würde leisten müssen.
    Mir war klar, das mein Text von Schneider freigegeben werden mußte, schließlich wird er und seine Firma namentlich erwähnt.
    Ich hatte einiges Material angesammelt, fand aber keinen Einstieg in den Text. Mehrere Versuche verwarf ich und so langsam verfluchte ich mich, diesen Text angeboten zu haben. Dazu muß gesagt werden, daß ich kein schneller Schreiber bin. Ich brauche auch immer recht viel gedanklichen Vorlauf und strukturiere einen Text erst im Kopf, bevor ich ihn schreibe. Dieser Text nun sollte eine Reportage werden und damit hatte ich kaum Erfahrung. Es war Neuland. Aber irgendwann fand ich doch einen Einstieg in die Geschichte, der mir gefiel. Alle meine gesammelten Informationen brachte ich in dem Text unter und mit dem einen oder anderen Wortspiel war ich zufrieden. Die Dramaturgie des Textes schien mir halbwegs gelungen – aber noch hatte niemand außer mir den Text gelesen. Ich schickte die 3 Seiten an einen, im Umgang mit Texten versierten, Freund in München, mit der Bitte, sie zu lesen und mir seine Meinung zu sagen. Sein Urteil fiel wohlwollend aus. Bis auf einige wenige Korrekturen hatte er nichts daran auszusetzen. Ganz im Gegenteil, mein Text hatte ihm gefallen. Er fand ihn gut erzählt und hat ihn gerne gelesen. Das hat mich beruhigt und ich habe diese erste Fassung an Schneider geschickt.
    Dann hörte ich einige Tage nichts von meinem Pelzmann, bis ich ihn anrief und um seine Meinung zu dem Text bat. Seine erste Reaktion war positiv, allerdings bat er um eine etwas wohlwollendere Darstellung seiner Branche. Die eine oder andere Formulierung war ihm zu negativ. Dabei hatte ich, meiner Meinung nach, eine möglichst neutrale Position eingenommen. Aber natürlich gibt es keine Objektivität in einem Text. Schneider hatte meinen Entwurf offensichtlich etlichen seiner Kolleginnen und Kollegen vorgelegt und wohl von manchen sehr negative Reaktionen erhalten. Von einem Kollegen wurde er gar als Verräter beschimpft. Ohne es zu wollen, hatte ich reichlich Staub aufgewirbelt. Schneider faxte mir ein Papier, das jemand aufgesetzt hatte um die Positionen der Pelzbranche deutlich zu machen. Das war hilfreich, zeigte aber auch eine gehörige Portion an Selbstmitleid. Die Branche fühlte sich von der Stadt vernachlässigt. Niemand hätte sie in Schutz genommen, als die Tierschützer ihre Attacken starteten.
    Einige Tage später rief mich Schneider an, und bat mich, nochmal bei ihm in der Firma vorbeizukommen. Die Vorsitzende des Deutschen Pelzverbandes wolle mit mir sprechen. Ich war natürlich einverstanden, fand ein solches Treffen auch durchaus spannend. Am Telefon erinnerte ich Schneider aber daran, daß mein Text keine Auftragsarbeit für die Pelzbranche sei und ich auch nicht daran dachte, einen Werbetext zu schreiben. Das Treffen fand in der Firma Schneiders statt. Die Vorsitzende des Pelzverbandes war eine sympatische, smarte Frau. Ihr war offensichtlich daran gelegen, ihre Branche in einem guten Licht erscheinen zu lassen und diese Sicht auch in meinem Text wiederzufinden. Das ist ja auch ihr Job. Ich sagte auch ihr, dass mir die Pelzbranche eigentlich egal sei, formulierte es dann etwas freundlicher und nannte meinen Standpunkt neutral. Ein militanter Tierschützer sei ich ebenfalls nicht. Was mich interessieren würde, sei der Widerspruch auf kleinstem Raum – einerseits eine kriselnde Luxusbranche und andererseits das Elend der Süchtigen im Bahnhofsviertel. Und ich nannte die Möglichkeit, meinen Text auch entpersonalisieren zu können, so müsse er von Schneider nicht freigegeben werden. Allerdings hätte er dann auch keinen Einfluss mehr auf mein Schreiben. Wir unterhielten uns freundlich und einige Bemerkungen der Lobbyistin baute ich in meinen Text ein.
    Einige Tage vor dem Abgabetermin schickte ich Schneider eine überarbeitete Fassung, mit dem Hinweis auf eine gewisse Dringlichkeit. Da ich mit meinem Text recht zufrieden war, mailte ich ihn einem befreundeten Stuttgarter Journalisten. Er lobte ihn und gab mir ein paar wertvolle stilistische Tipps. Eine Lektorin eines großen Frankfurter Verlages las die Geschichte ebenfalls, fand sie interessant und gab mir auch einige wichtige Hinweise. Es war ein erstes Lektorat.
    Von Schneider hörte ich jedoch nichts und rief ihn zwei Tage vor dem Abgabetermin an.
    Wir telefonierten mindesten eine halbe Stunde und gingen den Text Satz für Satz durch. Er hatte plötzlich viele Änderungswünsche, auch Stilfragen betreffend. Einige seiner Wünsche hätten die Dramaturgie meines Textes zerstört. Es wurde sehr deutlich, daß Schneider sein Gewerbe nur im allerbesten Lichte dargestellt sehen wollte. Am liebsten wäre ihm auch gewesen, wenn ich die umstrittenen Praktiken der radikalen Tierschutzvereinigung PETA kritisiert hätte. Das war aber nicht mein Thema.
    Ich sagte, ich würde mir seine Anregungen überlegen, merkte aber, daß mir diese Einflussnahme zu weit ging. Mein Text wäre butterweich geworden, mal abgesehen von der zerstörten Dramaturgie, und tatsächlich sowas wie ein Werbetext.
    Nach einem Tag des Nachdenkens, habe ich mich dazu entschlossen, den Text neu zu schreiben und komplett zu entpersonalisieren. Das tat mir leid, war Schneider doch der rote Faden, der durch die Geschichte geführt hat. Auch das eine oder andere Wortspiel, auf das ich ein bißchen stolz war, funktionierte in einer entpersonalisierten Fassung nicht mehr. Ich schrieb meinen Text am Abgabetag komplett neu, konnte allerdings einige wenige Stellen des Ursprungtextes verwenden.

    Der Herausgeber zeigte sich mit dem Text zufrieden. Na also.

    Nachtrag: Habe mit Schneider telefoniert. Er scheint froh zu sein, daß er raus ist aus der Geschichte. Kriegt aus seiner Branche reichlich Gegenwind. Offensichtlich ging die 1. Fassung meines Textes bei seinen Kollegen von Hand zu Hand. Schneider wird als Nestbeschmutzer beschimpft, der eine Branche, die wieder einen leichten Silberstreif am Horizont zu erkennen glaubt, in den Dreck redet. Alles Blödsinn natürlich, das hat er nie getan. Ich habe ihm meinen Text versprochen, sobald er lektoriert ist. Mal sehen, was noch alles passiert.

  • Ein Verlag feiert sich selbst – 60 Jahre Suhrkamp

    September 1st, 2010

    Der Ehrengast zum 50. Jubiläum des Suhrkamp Verlags im Jahre 2000, das damals im Frankfurter Schauspiel begangen wurde, war der damalige Bundeskanzler Gerhard Schröder, ein Freund der Künste und des Verlags. Reich-Ranicki war auch da, Petra Roth ebenso, selbstverständlich. Beide mussten sich mit vielen Anderen einem dreistündigen Lesemarathon unterwerfen, ohne Pause und ohne Verpflegung. Siegfried Unseld wollte es so. Das war Suhrkamp. Einer der damaligen Vortragenden war Martin Walser. Zwei Jahre später erschien dessen Roman Der Tod eines Kritikers. Dann war`s vorbei mit der Verbindung zwischen Walser und Suhrkamp. Siegfried Unseld starb einige Wochen nach dem Erscheinen des Romans. Dieses Buch spaltete den Verlag, Lektoren und Geschäftsführer verließen das Haus in der Frankfurter Lindenstraße. Und Walser wechselte zu Rowohlt. Es ging stets turbulent zu in den sog. Nullerjahren im Hause Suhrkamp.

    Seit Anfang diesen Jahres residiert der Verlag in der Berliner Pappelallee. Die Witwe Unselds, Ulla Unseld Berkéwicz, wollte es so. Der Umzug spaltete den Verlag abermals, die Hälfte der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verließ das Haus, fand andernorts eine neue Beschäftigung, wählte das Risiko der Selbstständigkeit oder begab sich in die Unwägbarkeit des Arbeitslosendaseins.

    Viele derjenigen, die den Umzug mitmachten, fanden sich am Samstag, den 28.08.2010 im Literarischen Colloquium Berlin ein, das sechzigjährige Jubiläum des Verlags zu feiern. Einen Ehrengast gab es dieses Mal nicht. Berlins Regierender hatte was anderes vor an diesem Tag, vielleicht wollte man aber auch bewusst den Ball flach halten. Schließlich ist das Sommerfest eine traditionelle, öffentliche Veranstaltung des LCB. Suhrkamp war hier „nur“ zu Gast. In ihrer Begrüßungsrede stellte die Verlegerin dann auch fest, dass ein 60-jähriges Jubiläum, anders als ein 50-jähriges, kein Anlaß sei für große Reden und große Gesten. Man sei vielmehr in der Sommerfrische. Nun, frisch war es.
    Als die eigentlichen Jubiläumsveranstaltungen dürfen wohl das Eröffnungsfest Ende Januar in der Pappelallee, sowie die Verleihung des Siegfried-Unseld-Preises gelten.
    Neben der Berliner Politprominenz fanden sich zu Jahresanfang, bei eisiger Kälte, natürlich auch die berühmten Autoren des Verlages zur Begrüßung in der Pappelallee ein, unter ihnen überraschenderweise auch Martin Walser.
    Der im Zweijahresrythmus vergebene Siegfried-Unseld-Preis wird am Geburtstag des Verlegers, dem 28.09., verliehen. Ort der Preisverleihung ist der Amtssitz des Regierenden Bürgermeisters, das Rote Rathaus. Macht und Kultur verbinden sich hier also auf das Trefflichste. Da ist man dann wieder unter sich und die lokale Politprominenz wird sicher auch anwesend sein. Die Preisträger in diesem ersten Berliner Jahr des Verlages sind der palästinensische Autor Sari Nusseibeh und Amos Oz aus Israel.

    Der Termin für das Sommerfest hätte besser nicht gewählt werden können. Der 28.8. ist Goethes Geburtstag, am 28.8.1990 hat Unseld die Autorin Ulla Berkéwicz geheiratet, Unselds Jaguar, sein bevorzugtes Fahrzeug, hatte das Kennzeichen F.SU.288. Ein Motorschaden soll diese legendäre Limousine mittlerweile stillgelegt haben.
    Am Wannsee wurde die Berliner Politik von Kulturstaatssekretär André Schmitz vertreten, dem Mann, der dem Umzug des Verlags beharrlich den Weg bereitet hatte. Der Kurzzeitwirtschaftssenator Berlins, Gregor Gysi, war geladen, ein Gespräch zu führen mit Dietmar Dath, dem Metalfan, Vielschreiber, bekennendem Sozialisten und FAZ Autor. Der allerdings wurde angeblich von einem Unwetter an der Anreise nach Berlin gehindert. Geschäftsführer Thomas Sparr sprang ein, das Interesse war groß. Man hätte es gerne gehört, das Gespräch zwischen Gysi und Dath.


    Das Wetter zeigte sich gnädig, es regnete nur selten, dann aber heftig. Stephan Thome sah bei seinem Vortrag nur die Regenschirme der verbliebenen Zuhörer.
    Und der einsame Leser im Ruderboot erinnerte, bei Regen unter seinem Schirm, an Spitzwegs „Der arme Poet“.


    Stephan Thome wollte nicht viel verraten über seinen neuen Roman, an dem er gerade arbeitet. Nur, dass er die mittelhessische Provinz dieses Mal verlassen wird. Und Detlef Kuhlbrodt zündete sich eine an und versuchte zu erklären, weshalb sein, schon lange in der edition suhrkamp angekündigtes, Buch Als ich einmal zwei Wochen nicht rauchte noch immer nicht erschienen ist.


    Das Programm war dicht gedrängt an diesem Nachmittag am Wannsee. Cheflektor Raimund Fellinger stellte das ambitionierteste Projekt des Verlags vor, die Suhrkamp-Chronik, verfasst von Siegfried Unseld, angelegt auf 30 Bände.


    Des Weiteren lasen Lutz Seiler, Doron Rabinovici, Judith Schalansky (von der bislang noch kein gedrucktes Wort bei Suhrkamp vorliegt), Ann Cotten und viele andere. Gegen 17 Uhr waren die Bratwürste alle und gegen 18 Uhr ließ sich die Suhrkampchefin, im schwarzen Geländewagen mit Frankfurter Kennzeichen, nach hause chauffieren. Das Fest ging weiter, Angela Winkler sang Brecht und als Abschluß legte Spiegelredakteur Tobias Rapp zum Tanz auf.
    Es ist wieder Ruhe eingekehrt bei Suhrkamp. Das war die Botschaft dieses Tages. Man darf gespannt sein, wie lange.

  • Handlesen

    August 12th, 2010

    Handlesen

    Hand lesen

  • Tempelhofer Park

    August 9th, 2010

    Fast 2 ½ Jahrzehnte habe ich in unmittelbarer Nachbarschaft des Flughafens Tempelhof gelebt. Nur 10 Gehminuten trennten mich von diesem berühmten und symbolträchtigen Nazi-Bauwerk. Allzu oft habe ich den riesigen Bau allerdings nicht gesehen. Das Leben spielte sich weiter nördlich ab. Südlich war nur Tempelhof und da war nichts, außer dem Flughafen. Der Fluglärm störte andere, mich nicht. Anfliegende Maschinen konnte ich von meinem Fenster aus als kleine Lichtpunkte erkennen. Gehört habe ich sie nicht.

    Mittlerweile bedauere ich, nie von Tempelhof aus irgendwo hin geflogen, oder dort gelandet zu sein. Einmal holte ich meine Freundin dort ab, sie kam aus Nürnberg. Wir gingen dann in zehn Minuten zu Fuß nach hause.

    Vor etwa zwei Jahren wurde der Flugbetrieb in Tempelhof eingestellt. Es gab viele Diskussionen in der Stadt, die in einer Volksabstimmung mündeten. An dieser Abstimmung durfte ich nicht teilnehmen, ich war kein Berliner mehr. Wahrscheinlich hätte ich, entgegen aller Vernunft, gegen die Schließung von Tempelhof gestimmt. Solange sie mich nicht stören mag ich Flughäfen. Ich habe noch nie unter Flughäfen gelitten und Flugzeuge am Himmel faszinieren mich immer wieder. Vor allem, wenn ich nicht drin sitze. Aber natürlich ist ein Flughafen mitten in der Stadt völlig blödsinnig. Die Abstimmung endete knapp gegen die Gegner der Schließung.

    Kein anderes Gebäude symbolisierte West-Berlin mehr als der Flughafen Tempelhof. Das Luftbrückendenkmal, die „Hungerharke“, wie die West-Berliner das Denkmal nannten, stand für „Freiheit“, für „Demokratie“ und somit vor allem gegen den Osten, den Kommunismus. Die Hungerharke wies nach Westen, nach Frankfurt am Main. Am dortigen Flughafen steht das Gegenstück, nach Osten, nach West-Berlin weisend. Vom Frankfurter Flughafen starteten die Rosinenbomber nach Tempelhof. Die meisten kamen auch an.

    Seit zwanzig Jahren gibt es kein West-Berlin mehr, keinen Osten und keinen Kommunismus. Kommunismus, oder das was manche dafür halten, findet andernorts statt. Somit ist die Daseinsberechtigung für Tempelhof verschwunden.

    Am Stadtrand wird gerade ein riesiger internationaler Flughafen gebaut und der Flughafen Tempelhof musste sich neu erfinden. Und er hat sich als „Tempelhofer Park“ fulminant neu erfunden. Berlin besitzt jetzt wieder eine Sehenswürdigkeit, die keine andere Stadt der Welt zu bieten hat. Man ist geneigt, Goethe zu zitieren. In seiner Italienischen Reise schreibt er: „Dergleichen möcht` es wohl in Europa schwerlich zum zweiten Male geben, wenigstens nicht im Mittelpunkt einer großen, bevölkerten Stadt.“

    „Dergleichen“ fasziniert vor allem durch das Nichts, durch eine Weite, die sonst nur an Stränden zu spüren ist. Die Stadt verschwindet, ist nur mehr am Horizont erkennbar. Ganz klein der Fernsehturm und die anderen Fixpunkte der Millionenstadt. Vom Tempelhofer Park aus scheint die Entfernung zu den innerstädtischen Zentren eine Tagesreise zu bedeuten. Und wieder kommt uns Goethe und seine Italienische Reise in den Sinn. ‎“Es übernimmt einen wirklich das Gefühl von Unendlichkeit des Raums.“

    Unspektakulär erscheint er, der neue Park. Nur ein Biergarten ist für die Versorgung der Besucher auf dem riesigen Areal zuständig. Drei eingezäunte Hundeauslaufgebiete, zwei Grillflächen, das war`s. Gut ein Drittel des Geländes gehört den Vögeln und Pflanzen, die sich bereits zu Betriebszeiten dort angesiedelt haben. Besucher haben da nichts zu suchen. Die laufen, fahren Rad oder skaten auf den Landebahnen oder spazieren auf den vielen, überraschenden Querwegen, die ein Flugplatz auch zu bieten hat. Im Tempelhofer Park lassen sich überraschende Dinge entdecken, die auf einem Flugplatz nicht zu erwarten sind. Ein Wäldchen z. B., gleich neben dem ehemaligen Schießstand der US Air Force. Es bleibt zu hoffen, dass die künftige Nutzung dieser Weite und der Stille gerecht wird, dann bleibt der Tempelhofer Park eine Fläche, die dem Central Park oder dem Englischen Garten in Nichts nachsteht, im Gegenteil.

    So ganz wurde der Park allerdings nicht an die Berliner übergeben. Spätestens gegen 22 Uhr 30 muss das Volk den Park verlassen.

  • einzlkind – Harold

    August 3rd, 2010

    Die Presse feiert diesen Roman in seltener Einmütigkeit. Der Spiegel, die FAZ, die FR und viele andere finden kaum die passenden Worte, um ihrer Begeisterung Ausdruck zu verleihen. Selbst Hans Magnus Enzensberger wird zitiert: »…das ist ja ziemlich wunderbar. Ich meine Harold.«

    Und genau darum geht es, um einen skurrilen Roman mit dem Titel Harold. Als Autor fungiert jemand, der angeblich in England wohnt, oder in Deutschland, und unter dem Pseudonym einzlkind antritt. Wohin das führt, wenn Autoren Phantasienamen verwenden, unter denen auch Hamburger Popbands firmieren könnten, werden wir hoffentlich nie erfahren. Verleger Bittermann ließ es sich nicht nehmen, in seinem Umschlagtext darauf hinzuweisen, dass das Manuskript unverlangt an den Verlag geschickt wurde und trotzdem erschienen ist. So schafft man Legenden.

    Harold ist betitelt nach seinem Helden, einem arbeitslosen Wurstverkäufer. Und schon ist man in die Falle getappt. Denn Harold ist eine Null, ein Antiheld, niemand, der eine Geschichte von doch immerhin 222 Seiten zu erzählen hätte. Der wahre Held ist der elfjährige Melvin, und der beschwert sich im Umschlagtext zu Recht, dass er nicht im Titel erwähnt wird. Melvin ist ein Genie, ein vermeintliches freilich.

    Selbstverständlich kennt Melvin sich bei Pferden und Trabrennen aus. Mit Kennerblick studiert er Pferde und Jockeys. Die 8 wird gewinnen, Orpheus, ganz sicher! Harold verballert seine letzten 20 Pfund. Orpheus wird Letzter. Auch verliert Melvin eine Schachpartie, bei der es immerhin um 100 Pfund geht. Unserem Superhelden sind Grenzen gesetzt. Harold und Melvin sind also Ein arbeitsloser Wurstfachverkäufer, der sich chronisch selbst umbringt und das wahrscheinlich größte lebende Genie seit Hegel. Und zusammen begeben sie sich auf die Suche nach Melvins leiblichen Vater.

    Um dieses Roadmovie zu erzählen, greift einzlkind völlig ungeniert in die große Kino- und Literaturkiste. Hier ein bisschen Harold and Maude und Frühstück bei Tiffany, dort etwas Nick Hornby, eine Prise John Irving, ein Schuß britischen Humor a la Monty Python und schon sind die wesentlichen Zutaten zu diesem aberwitzigen Buch beisammen. Selbst James Joyce findet seinen Niederschlag. Im Ulysses hat Melvin gesparte 800 Pfund versteckt, die er im Laufe der Zeit in der Geldbörse seiner Mutter gefunden hat. Später landen die beiden in einer üblen Absteige, namens Molly Blooms Pension. Auch hier gelingt es Melvin, trotz seiner außerordentlichen rhetorischen Fähigkeiten, nicht, den Preis für die Präsidentensuite zu drücken. Allein der Versuch ist jedoch ein großes Lesevergnügen.

    Ein großes Lesevergnügen ist indes der ganze Roman. Trotz aller Patchworktechnik habe ich mich prächtig amüsiert. Wer Spaß hat an seltsamen Wortschöpfungen und Formulierungen wie die Milch war um, oder auch pimaldaumen, Melvin strohhalmt Cola, findet in diesem Roman reichlich Stoff. Schön ist eine kleine Episode um ein deutsches Touristenpaar in Liverpool, das dort, „Ferry Cross The Mercy“ singend, weltkulturerben darf. Da nützen auch alle Beschimpfungen Melvins nichts.

    Nein, ein Engländer ist der Autor nicht. Wer immer einzlkind ist, wer immer diesen kleinen Roman geschrieben hat, es muß einen höllischen Spaß gemacht haben. Und dieser Spaß überträgt sich auf die Leser. Sollte sich hinter einzlkind der Verleger Klaus Bittermann selbst verbergen, wie die Frankfurter Rundschau mutmaßte, würde das nicht verwundern. Wer in Bittermanns Blog stöbert, wird feststellen, dass der Verleger viel Spaß hat am Fabulieren. Letztendlich ist es auch egal, wer diesen Roman geschrieben hat. Unser Vergnügen wird durch dieses Rätsel nicht geschmälert, den bleiben wird Harold.

    Lassen wir Jim, dem Tankwart, das Schlusswort: „Lieber Einzelkind als gar keine Geschwister.“

    Edition Tiamat Berlin 2010

    Critica Diabolis 173

    ISBN 978-3-89320-142-6

    € 16,-

  • A New Kat Frankie Song.

    August 2nd, 2010

    I Like It.

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